Freibier für Schnecken

 

Der Garten ist eigentlich ein Ort der Ruhe, der Entspannung und des Friedens. Eigentlich.Wenn man jedoch Manfred Focks Buch „Freibier für Schnecken“ liest, kommen einem erhebliche Zweifel am grünen Paradies. Denn in den neun Kurzgeschichten tun sich wahre Abgründe auf.
Grotesk und gewürzt mit einer guten Prise schwarzen Humors beschreibt der Autor den deutschen Gartenalltag und übertreibt vielleicht nur ein ganz kleines bisschen mit der fliegenden Kuh, dem betrunkenen Igel, den entführten Gartenzwergen und dem perfekten Mord.
Praktische Tipps zur Schneckenbekämpfung darf man von diesem Buch eher nicht erwarten. Dafür aber jede menge Lesevergnügen in dem Werk, das zur Lesetour der Gartenzwerge-Trilogie von Manfred Fock erschienen ist. Wer die Termine verpasst hat oder nicht genug bekommen kann von den Geschichten des Autors, darf sich über die Audio-CD einer Lesung im botanischen Garten München freuen, die diesem Buch beigelegt ist und zusätzlich rund 75 Minuten Hörgenuss bietet.

TZ München


Kuriose Blüten. Der Garten kann ein Ort schwerster Verbrechen und galoppierenden Irrsinns sein, meint Kultautor Manfred Fock, Schöpfer der legendären Gartenzwerg-Trilogie. Ironisch, bisweilen auch schwarzhumorig nimmt der Autor in seinen Geschichten die Marotten und Schwächen seiner Figuren aufs Korn und schildert die alltäglichen Katastrophen in bundesdeutschen Kleingärten. Welch kuriose Blüten das Wirken zwischen Buchs und Birnbaum treibt, ist auch auf der beigelegten CD zu hören, wobei der deftige bayrische Zungenschlag des Autors für zusätzlichen Hörgenuss sorgt. Auch wenn mancher sarkastische Hieb die Gartenfreunde zuweilen schmerzhaft trifft, bleibt nach der Lektüre ein Schmunzeln zurück.

Stuttgarter Nachrichten

 

Focks „Freibier für Schnecken“ ist kürzlich erschienen. Darin werden Gartenzwerge von einer studentischen Befreiungsfront entführt, ein pensionierter Finanzbeamter kifft sich die Welt schön, während ein Manischer Aufsitzmäherfahrer wie irre durchs Quartier rast. Fock versteht sich als jemand, der die Klischees liebevoll auf die Schippe nimmt. „ Mich reizen Gegensätze“, sagt er. Und in der Gartenlandschaft prallten nun mal Welten aufeinander.

Frankfurter Rundschau
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