Pohlschröder fährt S-Bahn

 

Der ganz normale alltägliche Wahnsinn - was gibt´s Komischeres? Bei Gerhard Polt zum Beispiel spürt man, dass er genau hinhören und filtern kann, was die Leut´ so alles erzählen, wenn der Tag lang ist. Und um möglichst viel zu erfahren, braucht man belebte Orte. Einen wie die S-Bahn zum Beispiel. In Manfred Focks vergnüglichen Bändchen "Pohlschröder fährt S-Bahn" hört man so allerlei seltsame Dialoge. Und dann noch immer diese ärgerliche Frage: Fenster auf oder zu in der S-Bahn?

tz-München

Der Autor machte schon in der Vergangenheit mit Sachbüchern und Satiren über den Fußballsport von sich Reden und so verspricht auch sein neues Machwerk ein Angriff auf das Zwerchfell zu werden. Wer also seine Zeit öfters  in der S-Bahn oder auch woanders verbringen muss, sollte sich "Pohlschröder fährt S-Bahn" zu Hand nehmen und schmökern.

Münchner Merkur

 

Die Hauptfigur, Hans Emmerdinger - oder doch Pohlschröder, übrigens ein ganz gewöhnlicher Aktenschrank - nimmt uns  mit auf eine S-Bahn-Fahrt frühmorgens. Der Gedanke an eine bevorstehende Angina pectoris beunruhigt ihn auch and diesem Tag. Emmerdinger ist mittendrin und kann  nicht aus. Dass dies freilich mehr in satirischerer Art und Weise geschieht, versteht sich bei diesem Autor schon fast von selbst.

Kreisbote


Der Hauptdarsteller, Hans Emmerdinger, wirkt etwas seltsam. Emmerdinger wird im Laufe des Buches zu Pohlschröder, einen Aktenschrank, der noch dazu grundlos irre Lachanfälle bekommt. Ja, woran liegt es, dass Emmerdinger immer noch zum Lachen zumute ist, obwohl die S-Bahnfahrt zur Arbeit länger und länger dauert. Ist es beginnender Irrsinn oder sind es die lustigen Geschichten der anderen Fahrgäste? Dies muss der Leser selbst beurteilen.

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