Also sprach Sepp Herberger

 

Vorsicht Satire! Mit einer satirischen Reihe über den Fußball geht der Fangorn Verlag auf Leserfang. Gelungen, weil authentisch, ist vor allem die Sammlung der Sepp Herberger-Sprüche von Marvin Chlada. Wie sagte doch der als Fußball-Philosoph gepriesene Weltmeister-Trainer von 1954. „Was hier zu reden ist, das rede ich.“

Sächsische Zeitung, Dresden


Einige schöne Anekdoten in Henscheid-Manier enthält das Bändchen, eine tiefschürfende Abhandlung über Herberger und die Postmoderne (Highlight!) – dazu bekannte und obskure Zitate, so daß wir am Ende gar nicht mehr wissen, wie er denn nun wirklich war, unser Herberger Sepp. Resp. Herberger Josef. Bzw. Seppl.“

Der tödliche Paß, München


Bei Herberger-Zitaten kann man ja nicht viel falsch machen – da zählt halt nur der Sammelfleiß. Und Autor Chlada war fleißig. Was mir gefiel: „Je weiter einer von der Sache weg ist, desto eher ist er mit der Sache fertig.“

Der Übersteiger, Hamburg


Hier handelt es sich nur scheinbar um a little bit of Deutscher Michl. In Wirklichkeit ist a little bit of Valentin zu finden. Auch die Anekdoten vertiefen diese Einschätzung. Aber lassen wir weg vom Englischen, hin zum  Deutschen, bescheiden wie Herberger, der zugibt: „Ich bin nicht so schlau wie ein Professor, aber manches weiß ich auch“. Der Leser weiß entscheidend mehr, wenn er Chlada gelesen hat.

Münchner Merkur

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